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Kuba

Cuba

Die Kubanische Inselgruppe mit einer Fläche von etwa 111,000km2 hat knapp die Grösse von dreimal der Schweiz. Die langen Küstenstriche der Hauptinsel, nur 90 Meilen südlich von Florida, vermischen sich mit dem Atlantik, dem Golf von Mexiko und dem Karibischen Meer. Kuba besitzt wichtige Mineralvorkommen wie Nickel, Kobalt, Kupfer und Gold. Die einheimischen Reserven an Rohöl und Erdgas deckt rund die Hälfte des kubanischen Energieverbrauchs.

Knapp 3 der 11.2 Millionen Kubaner leben in Havanna. Die Metropole ist ebenfalls das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Inselgruppe. Zusammen mit Trinidad, einer Kleinstadt an der Südküste, wurde die Altstadt von Havanna durch die Vereinigten Nationen zum Weltkulturerbe erklärt.

Die herzlichen Kubaner/innen sind ein wildes Mosaik von Rassen und Kulturen. Ihre Wurzeln sind im Wesentlichen eine Mischung von Spanischen Kolonialisten und Afrikanischen- sowie Asiatischen Sklaven. Heutzutage glänzt Kuba – unter anderem - mit einer Leserate von 99.8%, einem Arzt pro 168 Einwohner, einer Lebenserwartung von über 79 Jahren und einer Kindersterblichkeitsrate von weniger als 5 pro 1000. Eindrückliche Resultate für ein Entwicklungsland Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen schätzte im Jahr 2009 das jährliche Einkommen in Kuba pro Person und Jahr (Purchasing-Power-Parity) auf USD 6,900. Gemäss UN Human Development Index rangiert Kuba im Jahr 2008 auf dem 51. Platz von 182 Nationen.

Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 26ºC, einer faszinierenden Landschaft durchzogen von Hügeln und kilometerlangen Stränden, der einladenden Bevölkerung, einem Überfluss von Kultur und Rhythmus wundert es keinen, dass der Tourismus heutzutage in Kuba eine massgebende Rolle spielt.

Wichtige geschichtliche Ereignisse

Nationaltag:
1. Januar. Befreiungstag. Geburtstag des Triumphes der Revolution.

Regierung:
Der Ministerrat ist das höchste ausführende und verwaltende Organ und rapportiert direkt an die Nationalversammlung. Präsident seit dem 24.2.2008: Raúl Castro Ruz, gleichzeitig Erster Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas.

www.cubagov.cu = Kubanische Regierung

Wirtschaft:
Stetiger Wiederaufbau der Wirtschaft nach dessen Rückschritt, verursacht anfangs 90er Jahre durch den Kollaps des Comecon. Heutzutage übertreffen alle Exportprodukte - mit Ausnahme von Rohzucker – die Werte vor 1989. Gemäss Kubanischen Statistiken wuchs die Wirtschaft seit dem Jahr 2004 um jährlich 6% im Durchschnitt.

Hohe Importpreise und fallende Exportpreise, kombiniert mit den Auswirkungen der 2008 Hurrikan Saison und der internationalen Finanzkrise führen 2009 zu Liquiditätsengpässen und einer reduzierten Wachstumsprognose für 2009.

Sektoren wie das Gesundheitswesen, Biotech, Kommunikation, Detailhandel und Finanzen zeigen Wachstum in den letzten Jahren. Die Tourismuseinkünfte sind heute die wichtigsten Deviseneinnahmen des Staates. Im 2010 2.5 Mio. Touristen, vor allem aus Europa und Kanada, besuchten die Perle der Karibik.

Seit 2008 unternimmt Cuba grosse Bemühungen die Produktivität der nationalen Wirtschaft, insbesondere der Landwirtschaft, zu steigern. Ab 2010 Ankündigung dass rund 500,000 unproduktive Arbeitsplätze in Staatsfirmen neu mehrheitlich privatwirtschaftlich organisiert werden.

www.cubatravel.cu = Kubanisches Tourismusministerium
www.one.cu = Kubanisches Statistisches Amt

Gesetz Nr. 77 betreffend Ausländischer Investitionen in Kuba.
Dekret 5290 betreffend gemischten Produktions- und Dienstleistungsaufträgen
Zusammenfassung kubanische Auslands-Investitionsgesetze und Steuergesetze für ausländische Firmen mit Niederlassung in Kuba

Der 6. Parteikongress vom April 2011 – mit Priorität Wirtschaft - hat verschiedene strukturelle Optimierungsvorschläge der Regierung validiert. So wird nun der Privatwirtschaft mehr Rechnung getragen, ein neues Steuergesetz eingeführt und versucht, die gesamte Wirtschaft auf Effizienz und Nachhaltigkeit zu trimmen. Die Planwirtschaft bleibt jedoch unangetastet – wie auch das seit 50 Jahre währende US Embargo.

Handel:
Ähnlich wie die Schweiz hat Handel Tradition in Kuba. Die Exportprodukte sind uns allen wohlbekannt: Zucker, Tabak, Rum, jedoch auch Nickel (erste Devisenquelle im Jahr 2007), Kaffee, Meeresfrüchte, Medikamente, Zitrusfrüchte und vieles mehr. Die Deviseneinnahmen aus nicht traditionellen Exporten nehmen ständig zu. Die Importe betreffen im Wesentlichen Energie, Getreide und Werkzeuge.

Die Regierungsverträge mit Venezuela, China und Brasilien, unter anderem, kurbelten die Wirtschaftsbeziehungen mit diesen Ländern an. Die anhaltenden Wirtschaftsreformen zielen auf eine weitere Verbesserung der Zahlungsgarantien im Aussenhandel.

Die Bolivianische Alternative für Lateinamerika und die Karibik (ALBA) zählt neben den Gründungsmitgliedern Kuba und Venezuela mit Bolivien (2006), Nicaragua (2007), den Caricom Staaten Dominica, Saint Vincent und Antigua (2007). Die „Banco del ALBA“ mit Hauptsitz in Havanna und einem Kapital von USD 2 Mia. hat das Ziel Entwicklungsprojekte zwischen den Mitgliedsstaaten zu realisieren.

www.camaracuba.cu = Kubanische Handelskammer 

Beziehung zur Schweiz:
Die beiden Länder verzeichnen wenig direkten Aussenhandel (unter 0,1% der schweizerischen Exporte/Importe) wenn auch mit bedeutendem Wachstum in den letzten Jahren. Dagegen besuchen jährlich rund 20,000 Schweizer/Innen die Grösste der Antillen. Mehrere schweizerische Multinationale Gesellschaften eröffneten eine Niederlassung in Havanna. Vertreter beider Regierungen unterzeichneten 1996 das Schweizerisch-Kubanische Investitionsschutz- und Förderungsabkommen.

Am 22. August 2005 trat das Memorandum of Understanding zwischen der Schweizer ERG (Export-Risiko-Garantie) und der Kubanischen Zentralbank in Kraft. Ab diesem Datum besteht die Möglichkeit, dass die SERV Schweizer Exporte nach Kuba abdeckt.

Für zusätzliche Informationen sowie konkrete Geschäftsmöglichkeiten wenden Sie sich bitte an eine unserer Geschäftsstellen.

Weitere nützliche Links:
www.emba.cubaminrex.cu/Default.aspx?tabid=4214 = Kubanische Botschaft in der Schweiz
www.cubarte.cult.cu = Kubanisches Kulturministerium

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